Solidarität mit allen von den Taliban bedrohten Menschen

Zusammen mit etwa 20 anderen Antifaschist:innen und Antirassist:innen haben wir gestern, den 17. August, vor dem Rathaus in Rostock unseren Unmut über das Vorgehen der Bundesregierung in Afghanistan geäußert. Demokratisch und emanzipatorisch gesinnte Menschen werden dort im Stich gelassen.

Vor 20 Jahren begann die deutsche Beteiligung am Krieg in Afghanistan, legitimiert durch Stimmen aus CDU, SPD, Grünen und FDP. Ob der Krieg der richtige Weg zur Verbesserung der Lebensumstände der Afghan*innen war wird auch innerhalb der radikalen Linken kontrovers diskutiert. Unstrittig ist jedoch, dass die islamistischen Taliban nicht dauerhaft geschwächt werden konnten. Nun können sie dafür sorgen, dass in Afghanistan jegliche demokratischen Werte zugunsten eines islamistischen Gottesstaates über Bord geworfen werden.
Währenddessen versucht Deutschland sich seiner durch den Kriegsbeitritt auferlegten Verantwortung zu entziehen und überlässt zahlose Afghan*innen der Willkür der Taliban. Menschen, die während des Kriegs mit den westlichen Kräften zusammengearbeitet haben und alle, die in einem islamistischen Gottesstaat keinen Platz haben schweben in Lebensgefahr. Doch anstatt das mindeste zu tun, ihnen bei der Flucht zu helfen und in Deutschland Asyl zu gewähren wollen Herrschende wie Armin Laschet sie ihrem Schicksal überlassen.
Von einem kapitalistischen Staat wie Deutschland es ist, war ein konsequentes Eintreten für Menschenrechte nie zu erwarten. Nichtsdestotrotz fordern wir von ihm dieses Mindestmaß an Menschlichkeit: Die sofortige Evakuierung aller Ortskräfte und die Schaffung sicherer Fluchtwege für alle von den Taliban bedrohten Menschen. Damit schließen wir uns den Forderungen der Organisation Seebrücke an.

Eine Gruppe Menschen zeigt eine Tapete mit der Aufschrift "20 Jahre Afghanistan-Krieg - Danke für nichts SPD CDU Grüne FDP"